Apples iPhone-17-Reihe, die am 9. September 2025 vorgestellt wurde, sorgte schnell für Diskussionen, nachdem Kund*innen ringförmige Abdrücke auf einigen iPhone 17 Pro Demo-geräten entdeckten. Fotos von verkratzten Rückseiten, vor allem bei dunklen Farben, nährten den Verdacht, das neue Aluminiumdesign könne anfälliger für Schäden sein als frühere Pro-Modelle.
Apple erklärte später, bei den Spuren auf den ausgestellten Geräten handle es sich nicht um Kratzer, sondern um Rückstände abgenutzter magnetischer Halterungen. Man betont, das Finish erfülle weiterhin die eigenen Vorgaben zur Haltbarkeit und die Rückstände ließen sich abwischen. Trotzdem wirft der Vorfall Fragen zur langfristigen Abnutzung auf – und dazu, wie sehr sich Käufer*innen auf Hüllen und anderes Zubehör verlassen sollten.
So entstand die ScratchGate-Kontroverse
Bereits kurz nach Verkaufsstart am 19. September 2025 tauchten erste Berichte über betroffene iPhone-17-Pro-Geräte auf. Viele der Flecken bildeten saubere Kreise rund um die MagSafe-Ladezone – genau dort, wo Halterungen und Ladegeräte das Gehäuse berühren. Dieses Muster ließ einige frühe Besitzer*innen vermuten, dass häufiges magnetisches Andocken die neue Beschichtung abreibt.
Apples Untersuchung verweist jedoch auf die Halterungen selbst. Mit der Zeit können die weichen Polster magnetischer Halterungen verhärten, einreißen oder Staub und Farbreste aufnehmen. Wenn hunderte Personen Demo-Geräte immer wieder an- und abdocken, lösen sich winzige Partikel, haften am Gehäuse und hinterlassen Ringe, die wie Kratzer wirken. Durch Reinigung ließen sich viele dieser Spuren entfernen, doch in härteren Tests zeigen sich weiterhin kleine Absplitterungen rund um die scharfen Kanten des Kameraplateaus.
So schützt ihr das teure Gerät
Für die meisten Nutzer*innen stellt sich die Frage, wie stark sich das Phänomen außerhalb von Ladengeschäften zeigt. Erste Rückmeldungen deuten darauf hin, dass die Glasrückseite und ein Großteil des Aluminiumrahmens im Alltag standhalten. Die scharfen Kanten des erhöhten Kamerablocks sind jedoch weiterhin am anfälligsten für Kratzer, wenn sie auf Schlüssel, Münzen oder raue Tischoberflächen treffen.
Bleiben also Zubehör und Nutzungsgewohnheiten als wichtigste Mittel, um das Smartphone neuwertig aussehen zu lassen. Saubere MagSafe-Ladegeräte mit intakten Polstern, Hosentaschen ohne Metallgegenstände und der Einsatz von dünnen Hüllen oder Kameraring-Bumpern können die optische Abnutzung verringern, ohne das Design ganz zu verstecken. Die Aufregung um ScratchGate macht den simplen Kompromiss deutlich: Ein puristischer Look zeigt das Gerät in voller Schönheit, doch wer eine makellose Oberfläche möchte, muss es sorgsam behandeln und den passenden Schutz auswählen.

